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Quellen: focus.de, escortservice-international.com, wikipedia.de, sexlexikon
| Thema: Anti-Baby-Pille |
| Andere Begriffe : Ovulationshemmer, Ein-Phasen-Präparate, Zwei-Phasen-Pillen, |
| Zwei- und Drei-Stufen-Pillen, zuverlässiger Empfängnisschutz, Mikropille |
| Definition: |
| Die erste Pille kam 1961 in Deutschland als hochdosierte Hormonbombe auf den Markt. Seither hat sich einiges auf dem Markt getan – sehr zum Wohl der Frauen, die mit der Pille verhüten. |
| Die ersten Anwenderinnen zahlten für den zuverlässigen Empfängnisschutz und den Genuss von unbekümmertem Sex den Preis starker Nebenwirkungen. In den vergangenen 40 Jahren ist die Dosierung schwächer geworden, die künstlichen Hormone sind den natürlichen immer ähnlicher geworden und dadurch verträglicher. Die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron unterdrücken den monatlichen Eisprung, indem sie dem Organismus eine Schwangerschaft vortäuschen. Daher auch der Name „Ovulationshemmer“ (Ovulation = Eisprung). Die Pillenhormone sorgen außerdem dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut sich weniger stark aufbaut, so dass sie für eine befruchtete Eizelle nicht genügend vorbereitet ist. Zudem verstärken sie den Schleimpfropf am Gebärmutterhals. Spermien gelangen so wesentlich schlechter in die Gebärmutter. Die häufigsten Präparate Am verbreitetsten sind Ein-Phasen-Präparate, die an allen Tagen die gleiche Gestagen-Östrogen-Mischung enthalten. 21 Tage lang (manchmal auch 22) nimmt die Frau täglich eine Pille ein. Danach folgen sieben (bzw. sechs) Tage, an denen sie pausiert. In der Einnahmepause erfolgt die Entzugsblutung, der Menstruation vergleichbar, aber meist schwächer. Die Zwei-Phasen-Pillen liefern in den ersten Einnahmetagen nur Östrogene, in der zweiten Phase eine Östrogen-Gestagen-Kombination. Dem natürlichen Auf und Ab der Hormone am ehesten gleichen sollen die Zwei- und Drei-Stufen-Pillen. Die Hormondosierungen wechseln während der Einnahmezeit. Die Mikropille ist ein kombiniertes Präparat mit ganz niedrigen Hormonmengen. Mikropillen sind ebenso wirksam wie die höher dosierten, haben jedoch seltener Nebenwirkungen. Mittlerweile haben die meisten Frauen ein Rezept für die Mikropille. So sicher ist die Pille Die Methodensicherheit der Pille liegt zwischen 0,1 und 0,9, d.h., von 1000 Frauen, die mit der Pille verhüten, werden 1 bis 9 schwanger. Die Verlässlichkeit hängt aber vor allem von der Regelmäßigkeit der Einnahme ab. Vergisst man die Pille einmal länger als 12 Stunden, ist der Empfängnisschutz nicht mehr garantiert. Auch Durchfall, Erbrechen oder die Einnahme bestimmter Medikamente können zur Folge haben, dass die Pille „versagt“. Häufige Nebenwirkungen Zu den Begleiterscheinungen der Pille gehören u.a. Zwischenblutungen, Kopfschmerzen, leichte Übelkeit, Reizbarkeit, Hitzewallungen, Schlafstörungen, Spannungsgefühl in der Brust, leichte Gewichtszunahme und die Veränderung der sexuellen Lust. Seitdem die Präparate schwächer dosiert sind, treten diese Nebenwirkungen immer seltener auf. Auf dem Markt gibt es über 100 verschiedene Antibaby-Pillen – genug Auswahl, um für jede Frau das passende Produkt zu finden. Nicht zu empfehlen ist die Pille für Raucherinnen und Frauen, die sich extrem wenig bewegen, Bluthochdruck, Diabetes oder eine Veranlagung zu Venenerkrankungen haben. Bei ihnen kann die Pille das Risiko gegenüber Thrombosen, Lungenembolien, Schlaganfällen und Herzinfarkten erhöhen. Den Verdacht, dass die Pille das Brustkrebsrisiko erhöhen könnte, haben auch zahlreiche internationale Studien nicht bestätigt. Andererseits konnte nachgewiesen werden, dass die Hormone der Pille die Gefahr nachweislich reduziert, an Gebärmutter- oder Eileiterkrebs zu erkranken. Außerdem schützt die Pille vor Gebärmutter- und Eileiterinfektionen. Mitunter wird die Pille zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Mit ihren Hormonen behandeln Gynäkologen unter anderem starke Menstruationsbeschwerden, Endometriose, Akne oder eine übermäßige Körperbehaarung. Vor- und Nachteile Die Pille gehört zu den sichersten und bequemsten Verhütungsmitteln. Setzt man die Pille ab, ist mehr oder weniger sofort eine Schwangerschaft möglich. Allerdings empfinden viele Frauen den hormonellen Eingriff in ihren Körper als unangenehm und unnatürlich. Außerdem zeigt sich nach jahrelanger Einnahme manchmal „Pillenmüdigkeit“, die zu Nachlässigkeit bei der Einnahme führt. Kosten Je nach Produkt kostet die Pille 5 bis 8 Euro im Monat. |