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Quellen: focus.de, escortservice-international.com, wikipedia.de, sexlexikon
| Thema: Eisprung |
| Andere Begriffe : Hypothalamus, gebärfähige Frau, stimulierende Hormone (LH und FSH), Östrogen |
| Achselschweiß menstruierender Frauen |
| Definition: |
| Jeden Monat reift bei der gebärfähigen Frau eine Eizelle heran, die von einem Spermium befruchtet werden kann: Zwölfmal im Jahr bestehen Chance oder Risiko, schwanger zu werden. |
| Im Monatsrhythmus entwickeln sich die kleinen, nur 0,12 Millimeter großen Eizellen durch eine komplizierte, zeitlich exakt gesteuerte Hormonausschüttung. Der walnussgroße Hypothalamus im Gehirn veranlasst als oberste Hormonschaltzentrale die Bildung stimulierender Hormone (LH und FSH) in der kirschkerngroßen Hirnanhangsdrüse. Im Eierstock reifen daraufhin Follikel mit Eizellen. Kurz vor dem Eisprung steigt der Östrogenspiegel steil an, fällt dann ab. Dies veranlasst die Hirnanhangsdrüse, viel LH auszuschütten. Dieser LH-Ausstoß wird im Ovulationstest als Marker zur exakten Bestimmung des Zeitpunkts genutzt. Daraufhin platzt der reifste Follikel im kleinen bohnenförmigen Eierstock (idealerweise jeden Monat auf einer anderen Seite) und entlässt sein Ei. Zu diesem Zeitpunkt steigt die Körpertemperatur, und der Schleimpfropf vor dem Muttermund verflüssigt sich. Der Eisprung (Ovulation) selbst dauert nur wenige Sekunden. Die Eizelle wird von trichterförmigen Wucherungen des Eileiters aufgefangen und von kleinen Härchen im Eileiter in Richtung Gebärmutter getrieben. Der zurückbleibende Graaf-Follikel (nach dem Entdecker Reignier de Graaf benannt) wandelt sich zum Gelbkörper um und produziert fleißig Hormone: Östrogen-Hormone bereiten die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Einnistung vor, und Progesteron verhindert, dass weitere Eisprünge stattfinden. Diese hochsensible Steuerung unterliegt vielen Einflüssen: Stress, Ernährung, Zeitumstellung, Licht und Sex können den Eisprung verschieben. Im vergangenen Jahr haben die US-Psychologinnen Martha McClintock und Kathleen Stern nachgewiesen, dass der Geruch von Achselschweiß menstruierender Frauen den Eisprung anderer Frauen vorzeitig auslösen oder verzögern kann. 20 Frauen hielten sie einen Wattebausch mit Substanzen aus der Achselhöhle von neun Testfrauen unter die Nase. Die These, dass Sexuallockstoffe, so genannte Pheromone, wie im Tierreich auch bei uns Wirkungen auf Leib und Seele haben, kam bereits in den 70er-Jahren auf. Der endgültige Beweis, dass Körperdüfte den Eisprung beeinflussen, gelang jedoch erst 1998. |