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Quellen: focus.de, escortservice-international.com, wikipedia.de, sexlexikon
| Thema: Fetisch |
| Andere Begriffe : Bizarr, High Heels, Fussfetisch, getragene Höschen, Latex, Lack und Leder, Stiefel |
| Fetischismus |
| Definition: |
| Für zwei bis fünf Prozent der Männer ist ein Körperteil oder ein Objekt das Zentrum der Lust. Ein Interview mit Sexexpertin Gerti Senger. |
| Focus: Wer wird zum Fetischisten? Senger: Vorherrschend ist die Lehrmeinung, dass Fetischismus auf ein Schlüsselerlebnis in frühester Kindheit zurückgeht. Wenn die Sinne noch nicht fähig sind, sich ein Gesamtbild von der Mutter zu machen, werden nur Teile aufgenommen – ihre Brust, ihre Hand usw. Der Urkern des Fetischismus ist immer Angstabwehr. Zum Beispiel die Angst davor, den Penis zu verlieren. Irgendein Gegenstand hilft, die Angst zu bewältigen – und wird zum Zentrum der Befriedigung. Focus: Ist Fetischismus therapierbar? Senger: Kaum. Außerdem geht man heute davon aus, den Fetisch besser nicht „auszutreiben“, es sei denn, er wird gefährlich. Er ist eine Plombe, die etwas zusammenhält, was sonst auseinander brechen und womöglich zu noch gravierenderen Störungen führen würde. Focus: Ist ein extremer Dessousverehrer bereits ein Fetischist? Senger: Nur dann, wenn er von Dessous abhängig ist. Ohne sein magisches Objekt überflutet den Fetischisten die Angst und er ist nicht fähig, den Akt zu vollziehen. Einem echten Fetischisten genügt der Fetisch. Die Frau ist zweitrangig oder überflüssig. Focus: Warum gibt es so wenige weibliche Fetischisten? Senger: Ein Mädchen kann sich geschlechtlich mit seiner Mutter identifizieren, ein Junge nicht. Das begünstigt die Entstehung von Fetischismus. |