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Thema:

Nymphomanie

Andere Begriffe : Hypersexuell, übermäßig gesteigertes Verlangen, möglichst viel Geschlechtsverkehr,
Sexualität mit Promiskuität, Satyriasis, Donjuanismus, Klitoromanie, Metromanie, Erotomanie, Sexsucht, Ersatzbefriedigung für wirkliche Liebe, Sex als Droge, Drogenkunsum, Prostitution, Pornografie
Definition:
In der Sexualwissenschaft definiert man die Nymphomanie als die weibliche Form der Hypersexualität.
Der Begriff stammt vom griechischen Begriff „mania“ (Raserei) und den kleinen Schamlippen, die Nymphen genannt werden. Die Züricher Sexologen Claus Buddeberg und Samuel Huber schätzen, dass Frauen nur etwa 20 Prozent aller Hypersexuellen ausmachen.

Nymphomanie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Klassifikation nach ICD-10
F52.7 Gesteigertes sexuelles Verlangen
ICD-10 online (WHO-Version 2006)
Die Nymphomanie – abgeleitet von den griechischen Nymphen und von gr. mania: Manie, Wahnsinn – ist die Bezeichnung für ein übermäßig gesteigertes Verlangen von Frauen nach möglichst viel Geschlechtsverkehr. Von Nymphomanie spricht man in der Regel jedoch nur, wenn der Wunsch nach Sexualität mit Promiskuität, also häufigem Partnerwechsel einhergeht. Bei Männern wird dieses Phänomen als Satyriasis oder „Donjuanismus“ bezeichnet. In der Wissenschaft gilt der Begriff als veraltet. Synonym wird auch der Begriff „Klitoromanie“ verwendet, ein extrem übersteigertes nymphomanes Verhalten auch als „Metromanie“ bezeichnet, während als geschlechtsneutraler Begriff auch „Erotomanie“ Verwendung findet.

Inhaltsverzeichnis
1 Begriffsproblem
2 Psychologische Dimension
3 Kommerzialisierung
4 Literatur
5 Weblinks
6 Einzelnachweise

Begriffsproblem
Der Begriff Nymphomanie bzw. Nymphomane oder Nymphomanin wird in der Regel als abwertende Fremdzuschreibung gebraucht und ist in hohem Maße von kulturellen Wertvorstellungen und Sitten, insbesondere von historisch sehr wandelbarer Sexualmoral abhängig. Besonders fraglich ist, welches Sexualverhalten als „normal“ und welches als „gesteigert“ angesehen werden soll. Der Begriff der Nymphomanie wird in der Fachliteratur kaum verwendet, wobei auch neutralere Begriffe wie Hypersexualität aufgrund der inhaltlichen Problematik umstritten sind.

Psychologische Dimension
Trotz der kulturellen Relativität des Begriffs verweist das, was man mit Nymphomanie zu bezeichnen versucht, zumindest in einigen Fällen tatsächlich auf psychische Probleme der betroffenen Menschen, unter denen diese auch tatsächlich subjektiv leiden. So ist eine Fixierung zwischengeschlechtlichen (oder auch gleichgeschlechtlichen) Verhaltens auf die Ebene des Sexuellen oft Ausdruck einer psychisch tief sitzenden Bindungsangst, die in einer kalten, gefühllosen und mechanischen Sexualität jenes Bedürfnis nach Nähe auszuleben versucht, das als tiefere partnerschaftliche Bindung ängstlich vermieden wird. Sexualität wird dann zur Sucht und Ersatzbefriedigung für wirkliche Liebe, vergleichbar mit anderen Süchten wie Alkoholismus oder Drogenkonsum. Psychotherapie kann dazu beitragen, die Ursachen derartigen Suchtverhaltens zu verstehen und therapeutisch zu verändern.[1]

In der Psychiatrie gilt ein übermäßig gesteigerter Geschlechtstrieb als Symptom oder, in der axialen Bewertung im ICD und im DSM-IV als Indikator für die Diagnose verschiedener Persönlichkeitsstörungen. Das „Krankheitsbild Nymphomanie“ ist dagegen inzwischen aus dem DSM-IV entfernt, im ICD-10 ist es hingegen aufgeführt.[2]

Kommerzialisierung
Im Bereich der Prostitution und Pornografie wird der Begriff als eine Art Aushängeschild benutzt. Prostituierte bezeichnen sich in ihren Inseraten oft ausdrücklich als nymphoman, auch Anzeigen für Telefonsex beziehen sich oft wörtlich oder sinngemäß auf diesen Begriff. In Illustrierten und im Internet werden zahlreiche angeblich sexhungrige Frauen vorgestellt. Auch der Spielfilm Black Snake Moan hat unter anderem Nymphomanie zum Thema (dargestellt von Christina Ricci).

 

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