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Quellen: focus.de, escortservice-international.com, wikipedia.de, sexlexikon
Thema:
Paraphilie/Perversion |
| Andere Begriffe : Besessenheit, krankhaftes Verlangen, Gier, Fixierung, Fetischismus, psychische Störung |
| Definition: |
| Sexualmediziner Hartmut Bosinski von der Universität Kiel erklärt die Grenze zwischen „normaler“ und paraphiler Sexualität. |
| Focus: Was ist Paraphilie? Bosinski: Es handelt sich dabei um intensive, sexuell erregende Fantasien oder dranghafte sexuelle Verhaltensweisen, die sich entweder auf nichtmenschliche Objekte wie Strümpfe oder Tiere, auf Kinder oder auf bestimmte Praktiken, wie das Erleiden oder Zufügen von Schmerzen, beziehen. Wenn diese Begehren länger als sechs Monate anhalten oder in Phasen immer wiederkehren, spricht man von einer Paraphilie. Focus: Woran erkennt man Paraphile? Bosinski: Das ist manchmal ein großes Problem! Schließlich enthält auch die normale Sexualität immer Spuren paraphiler Ansprechbarkeiten. Viele Männer finden Frauen in Dessous erregend. Aber wenn dieser Stimulus obligat wird, ja wenn die Netzstrümpfe wichtiger als die ganze Frau werden und diese am Ende ersetzen, dann hat der Betreffende einen Fetischismus. Focus: Können Paraphile erfolgreich behandelt werden? Bosinski: Nur wenn sie jung genug in sexualmedizinische Therapie kommen. Wenn wir auch den Ursprung paraphiler Neigungen nicht kennen, so wissen wir, dass sie sich meist in der Pubertät manifestieren – zunächst in Masturbations-Fantasien. Da sie durch den Orgasmus ständig belohnt werden, besteht die Gefahr, dass sie sich einschleifen, ausweiten und zur Verwirklichung drängen. Focus: Welche Therapien gibt es? Bosinski: Wir ergänzen psychotherapeutische Maßnahmen manchmal mit pharmakologischen. Das Triebniveau lässt sich zum Beispiel durch chemische Kastration senken. Zerrissene Segel lassen sich eben bei Windstille besser flicken. |