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Quellen: focus.de, escortservice-international.com, wikipedia.de, sexlexikon
| Thema: Spermien |
| Andere Begriffe: Sperma, Ejakulat, Samenerguss, Samenflüssigkeit, Mannes befruchtungs saft, |
| Definition: |
| Die Evolution hat beim Mann auf Quantität, nicht auf Qualität gesetzt: Von 100 Millionen Spermien erreichen vielleicht gerade mal 100 die befruchtungsfähige Eizelle. |
| Von 100 Millionen Spermien taugen vielleicht 100 zur Befruchtung. Der Rest ist zu langsam, verkrüppelt oder gar tot. „Wir sehen zwar immer mehr Patienten mit Fertilitätsstörungen, weil sie sich trauen, um Rat zu fragen, aber es gibt eine sehr positive Entwicklung“, berichtet der Andrologie-Experte Eberhard Nieschlag von der Universität Münster. Bei als zeugungsunfähig geltenden Männern können Reproduktionsmediziner unreife Spermien aus dem Hoden und Nebenhoden gewinnen, die dann per Mikroinjektion die Eizelle im Labor befruchten. „Solange ein Mann einen Hoden besitzt, ist er heute potenziell zeugungsfähig“, lautet die mutspendende Botschaft von Nieschlag. Mit einer computergestützten Spermienanalyse (Anzahl, Beweglichkeit, Aussehen) und einigen Funktionstests (Vitalität, Zervikalschleim-Interaktionstest, Akrosomreaktion, Bindungsfähigkeit an die Eizelle) lässt sich die Fitness der Samenzellen bestimmen. Für einen normalen Ejakulatbefund nimt man in einer urologischen Praxis oft nur eine Spermienanalyse unter dem Mikroskop vor. Ob die Samenqualität in den vergangenen Jahrzehnten wirklich gesunken ist, wie einzelne Untersuchungen vermuten lassen, ist noch nicht schlüssig geklärt. Andrologie-Experte Nieschlag bestätigt: „Es gibt derzeit keine harten Daten für ein Absinken der Spermienqualität.“ Warum allerdings ältere Männer häufiger Kinder mit Defekten zeugen, konnten Forscher aus Texas 1998 nachweisen: In Mäusen entdeckten sie eine Art Selektionsmechanismus für gendefekte Spermien, der mit zunehmendem Alter immer schwächer wird. So gelangen immer mehr Spermien mit Mutationen ins Ejakulat. In Japan experimentieren Forscher mit Mäusen, denen sie Vorstufen von menschlichen Spermien in den Hoden implantiert haben. In der Tat produzieren diese Mäuse dann menschliche Spermien. Die ersten menschlichen Eizellen wurden bereits mit den „Mausspermien“ befruchtet. |